stemotec
Stemo Tec über ZW3D
02/08/2016
airwolf
Air-Wolf GmbH über ZW3D
02/08/2016
bessey

BSP_bessey

Dank ZW3D sind Schraubzwingen von Bessey schneller am Markt

Selbst bei rein mechanischen Handwerkzeugen ohne Motor und Elektronik wird der Einsatz von Software in der Konstruktion immer wichtiger. Die CAD/CAMSoftware von ZW3D unterstützt Bessey dabei, viele Innovationen bei der Herstellung von Spannwerkzeugen und Blechscheren zu erzielen. Mit dem integrierten Konstruktionssystem, das in Deutschland von Encee CAD/CAM Systeme vertrieben wird, hat sich die Dauer der Konstruktion von Tagen auf wenige Stunden verkürzt.

Bessey_Anwendung
Etwa 12 000 Schraubzwingen werden täglich bei Bessey produziert. Mit rund 85 Prozent Marktanteil in Deutschland haben sich die Schwaben einen hervorragenden Platz erarbeitet.

Zwei Geschäftsfelder bestimmen den Erfolg der Bessey Gruppe. Das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen hat sich als Hersteller von Präzisionsstählen und Handwerkzeugen im Markt einen Namen gemacht. „Längst ist aus dem schwäbischen Mittelständler eine international agierende Firmengruppe geworden“, berichtet Klaus Fuchs, geschäftsführender Gesellschafter. „Made in Germany bleibt ein wichtiges Verkaufsargument“, betont er. Im Blick auf die Produkte des Unternehmens kann er leicht sagen, dass Qualität und Dienstleistung von Bessey weltweit gekauft werden. Die hochwertigen Blank- und Edelstähle werden ebenso geschätzt wie die manuellen Spann- und Schneidwerkzeuge, für deren Entwicklung ZW3D, das integrierte CAD/CAM-System von ZWCAD Software Co., Ltd. mit Sitz in Guangzhou, China, genutzt wird.

Als durchgängiges CAD/CAM-System mit nativer Windows-Oberfläche besticht ZW3D durch einfache Handhabung sowie intelligente Befehle, die viele Arbeitsabläufe erleichtern oder vollständig automatisch übernehmen. Branchenapplikationen wie ZW3D Professional für den Werkzeug-, Formen- und Modellbau runden ein Komplettpaket ab, das eine komplexe Design-, Konstruktions- und CNC-Bearbeitungsfunktionalität bietet.

 

In ZW3D ist eine History-Funktion für einfache Artikeländerungen enthalten. Hinzu kommen viele Bearbeitungsmöglichkeiten für Baugruppen. Das Zusammenbau-Modul Assembly wird bei Bessey häufig benötigt. Baugruppen lassen sich damit einfach verwalten und managen. Um dieses Modul jedem Bessey- Entwickler uneingeschränkt zur Verfügung stellen zu können, spielte die Integration des Assembly-Moduls in ZW3D eine preisliche und taktische Rolle bei der Auswahl des Programms, das bei gleicher Leistung im Vergleich mit anderer MCAD-Software teils nur ein Drittel kostet, da eine Vielzahl von „Premium“-Funktionen enthalten sind, mit denen die zunehmend komplexer werdenden Aufgaben schnell bewältigt und einfache Lösungen gefunden werden können.

Eine Vielzahl von Modellierfunktionen ist integriert; einige davon stehen im Vordergrund, weil sie bei Bessey ständig benötigt werden. So ist es wichtig, dass der Konstrukteur praktisch auf Knopfdruck eine Zeichnung erstellen kann. Auch das umgekehrte Vorgehen wird bei der Entwicklung der Spann- und Schneidwerkzeuge praktiziert: Die Suche nach Innovationen beginnt dann mit einer einfachen Skizze. Dann nimmt sich der Entwickler einen Volumenkörper vor und „schnitzt“ daran so lange, bis er ein Bauteil nach seinen Vorstellungen erhält. Das weitere Vorgehen gestaltet sich für die Konstruktion einfacher, zumal in solchen Fällen die Historie uninteressant ist. Sie kann bei ZW3D ausgeblendet werden.

Schraubzwingen aus Bietigheim-Bissingen halten rund um die Welt alles zusammen, was fixiert werden muss. Mit mehr als 1000 verschiedenen Spann- und Schneidwerkzeugen hilft Bessey Handwerkern und Industrieunternehmen dabei, die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. Jährlich werden etwa zwei bis drei Produkte komplett neu entwickelt sowie zwischen 10 und 20 überarbeitet und an neue Anforderungen angepasst– ein hohes Tempo für eine traditionell orientierte Branche.

13 Lizenzen werden verwendet, um das Innovationstempo sowohl bei den Schraubzwingen wie auch bei den Blechscheren beizubehalten. „Ohne die 3D-Konstruktion kommen wir nicht mehr aus“, betont Hans Rösch, Leiter Produktentwicklung von Bessey Tool. Die CAD/CAM-Software sei sehr funktionell, lobt Rösch das ZW3D-Tool, denn „viele einfach zu bedienende Funktionen und sinnvolle Funktionen sind darin enthalten.“

 

ZW3D in der Praxis

Mit der Lösung von ZW3D ist die Entwicklungsabteilung sehr zufrieden. „Wir haben ein einfach zu erlernendes Programm bevorzugt, da wir nicht zu 100 Prozent mit der reinen Konstruktion beschäftigt sind“, erläutert Rösch. Durch die einfache Erlernbarkeit kann man schnell wieder mit der alten Routine arbeiten.

Die Griffhülle eines Werkzeugs ist äußerst wichtig für ein komfortables Handling. Deshalb wird viel Engineering hineingesteckt und nach einer Überprüfung mit einem realen Teil aus dem Rapid Prototyping überprüft und gegebenenfalls iterativ weiter optimiert. So bekommt der Entwickler schnell ein vorläufiges Produkt, das er bewerten kann. Von der Idee bis zum Endprodukt arbeitet der Bessey- Konstrukteur Ralf Ballier mit ZW3D. „Auch Skizzen aus anderen Programmen lassen sich einfach übernehmen“, weiß er aus eigener Erfahrung zu berichten.

Der Übergang zur vollständigen virtuellen Konstruktion ist bei Bessey noch gut in Erinnerung. „Als erste Konstruktion komplett in 3D haben wir eine Kombischere entwickelt“, erinnert sich Ballier. Was zunächst wenig spektakulär klingt, ist bei näherer Betrachtung kein alltägliches Unterfangen, da vom Design über die technische Umsetzung bis zur Montage alles integriert werden muss, um ein funktionsfähiges Muster zu erhalten. „Manchmal hilft ein einfacher Trick“, schmunzelt Ballier und berichtet, dass er bei der Arbeit an Schmiedeteilen fast an Verrundungsproblemen gescheitert wäre: „Dann habe ich die Befehle lediglich in der Reihenfolge verschoben, und schon hat es funktioniert.“ Gerne genutzt wird auch die individuelle technische Betreuung durch Encee, und immer wieder wird auf deren Fachkompetenz zurückgegriffen. „Jeder hat seinen eigenen Arbeitsstil“, erläutert Produktentwickler Uwe Bastian, „und diese persönlichen Eigenheiten werden von ZW3D gut unterstützt.“ Der Austausch der Daten zum Beispiel mit Solidworks funktioniert einwandfrei. Erfreulich nach dem Wechsel war die Feststellung, „dass die Lösung der 2DAbleitung in ZW3D besser funktioniert“. Bastian muss für die Scherenkonstruktion sowohl Kunststoff als auch Blech berücksichtigen. Dreidimensional zu konstruieren und parallel 2D-Abbildungen zu verwenden, gehört zum Alltag. Inzwischen wird sogar die Technische Dokumentation mit dem integrierten 3D-CAD/CAM-System erstellt. Auch wenn Scheren weder Motor noch Elektronik besitzen: die darin enthaltenen Einzelteile sind geometrisch komplexe Bauteile, betont Bastian. Deshalb wird in der Konstruktion ein vielseitiges, leistungsfähiges Programm benötigt. Die Arbeit mit Freiformflächen ist dabei ein wichtiger Bestandteil. „Mit ZW3D geht es schnell und unkompliziert“, sagt er. „In dem früher verwendeten Programm I-Deas gab es sehr umständliche Übertragungswege, und vor allem waren die Rechenzeiten zu hoch.“ In diesem Jahr hat er bereits zwei neue Scheren mit ZW3D konstruiert.

Bessey ist ein innovatives Unternehmen, nicht nur in Bezug auf die Software und die virtuelle Produktentwicklung. Der Umstieg auf ZW3D hat sich bewährt. Mittlerweile wird die Software ZW3D inklusive dem Vorgängerprogramm Varimetrix von der Entwicklungsabteilung bei Bessey eingesetzt – und sie unterstützt die Innovationsfreude der schwäbischen Erfinder aus Bietigheim- Bissingen.